ICANN-Präsident warnt vor "IPv6-Lüge"

Posted in: Domainnamen at 16/04/2010 17:53

Der Präsident der ICANN, Rod Beckstrom, hat zum Auftakt der 37. ICANN-Tagung in Nairobi diejenigen kritisiert, die "Unwahrheiten über IPv6" verbreiteten. Es werde systematisch die Falschinformation verbreitetet, dass afrikanischen Ländern keine IPv6-Adressen bereitstünden; es gebe aber bereits afrikanische Institutionen, die über mehr als 1 Trillion IPv6-Adressen verfügten.

Beckstroms Kritik dürfte an die International Telecommunication Union (ITU) gerichtet sein, die sich seit Jahren bemüht, selbst Vergabestelle für IPv6-Adressen zu werden. Die ITU begründet ihre Bestrebungen mit der ungleichen Verteilung von IPv4-Adressen an die USA und Europa einerseits und an afrikanische und asiatische Länder andererseits; sie warnte davor, dass es bei den neuen IPv6-Adressen ähnliche Probleme geben könnte. Überdies hatte sich die ursprünglich für Telefoniestandards und die Zuteilung von Ländervorwahl-Nummern zuständige UN-Organisation immer wieder darauf berufen, dass einzelne Regierungen die ITU auch als IP-Nummern-Regulator sehen möchten.
http://www.heise.de/netze/meldung/ICANN-Praesident-warnt-vor-IPv6-Luege-948446.html

IPv6-Pläne der ITU wenig beliebt
Der alte Streit um eine größere Rolle der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) bei der Vergabe von IP-Adressen geht in eine neue Runde. In Genf diskutieren derzeit knapp 100 Vertreter von ITU-Mitgliedsstaaten, Unternehmen und der fünf regionalen Internet-Registries (RIR) die Pläne, nationale IPv6-Vergabestellen sowie eine sechste RIR unter dem Dach der ITU zu etablieren. Zahlreiche Mitgliedsstaaten treten in der eigens ins Leben gerufenen IPv6-Arbeitsgruppe der ITU allerdings auf die Bremse. Sie verlangen einen Nachweis, dass es mit dem existierenden System der IP-Adressvergabe Probleme gibt.

Ein wiederkehrendes Argument der ITU und einzelner Mitgliedsstaaten für Veränderungen ist die "ungleiche" Verteilung von IPv4-Adressen zu Ungunsten der Entwicklungsländer. Asien verfügt inzwischen über mehr Adressressourcen als Europa und der Mittlere Osten. Nordamerika liegt aus historischen Gründen nach wie vor deutlich an der Spitze. Afrika holt mit dem jüngsten der RIRs, AfriNIC, nur im Schneckentempo auf. Bei den neuen IPv6-Adressen solle eine derartige ungleiche Verteilung vermieden werden, sagen die Befürworter einer der ITU untergeordnetet RIR.
http://www.heise.de/netze/meldung/IPv6-Plaene-der-ITU-wenig-beliebt-956048.html

OECD-Studie: IPv6-Einführung lahmt
Laut der OECD-Studie Internet Addressing: Measuring Deployment of IPv6 hinkt die Einführung von IPv6 den Erwartungen und Notwendigkeiten hinterher. An der Fertigstellung des Berichts war die Number Resource Organization (NRO) beteiligt, die weltweit die Aufgaben der fünf regionalen Internet-Registries (RIRs) koordiniert.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/OECD-Studie-IPv6-Einfuehrung-lahmt-978195.html

IPv6-Einführung ist zu langsam
Angesichts der schwindenden Anzahl IPv4-Adressen gehe die Einführung von IPv6 zu langsam voran, bemängelt Alex Pawlik, Vorsitzender der Number Resource Organization.
http://www.swissitmagazine.ch/netzwerkkommunikation/internet-protokolle/articles/259684/

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